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1. Organisation
traumhaus e.V. wurde gegründet im Oktober 2004 in Taunusstein, eingetragen in das Vereinsregister beim Amtsgericht Bad Schwalbach.
traumhaus e.V. hat die Zielgruppe: Kinder, Jugendliche und deren familiäres Umfeld in Taunusstein und der umgebenden Region.
Der Vorstand von traumhaus e.V. besteht z.Zt. aus:
1.Vorsitzender: Florian Hoenisch, Diplom-Sozialpädagoge (41)
2. Vorsitzende: Iris Keller-Hoenisch, Systemische Familien- & Sozialtherapeutin (41)
Beisitzerin: Annette Scheuring, Diplom-Sozialpädagogin (34)
2. Grundlagen der Arbeit
traumhaus e.V. orientiert sich am Leitbild Diakonie 1997.
traumhaus e.V. respektiert und akzeptiert die unterschiedlichen religiösen, kulturellen, sozialen Hintergründe und Lebensentscheidungen von Menschen.
Um an Aktivitäten von traumhaus e.V. teilzunehmen oder mitzuarbeiten, muss man nicht erst die christliche Glaubensüberzeugung teilen.
Gegenseitige Wertschätzung und Achtung unabhängig von Herkunft, Glaube, Lebensanschauung und Lebenswelten ist Voraussetzung für jede Form
von konstruktiv-inspirierender Zusammenarbeit bei traumhaus e.V.
Vielfalt ist belebend und willkommen.
3. Ziele der Arbeit von traumhaus e.V.
traumhaus e.V. will jungen Leuten Anstoß geben, die Suche nach Orientierung, Beziehung und Freundschaft, nach Zukunftsperspektiven und Lebenszielen
aufzunehmen.
Jugendliche sollen erleben, dass persönliche Träume, Ziele und Pläne, Raum haben- und laut gedacht werden dürfen.
Ihre Ideen sollen nicht nur Ideen bleiben, sondern überarbeitet und - so weit es möglich ist - umgesetzt werden.
traumhaus e.V. fordert sie heraus, „quer“ zu denken und mutige Schritte zu gehen. traumhaus e.V. versteht sich als eine Plattform,
die es jungen Menschen ermöglicht, sich selbst auszuprobieren und darin zu wachsen.
Jugendkultur und jugendkulturelle Ausdrucksformen werden gefördert, ermöglicht und gelebt.
Jugendliche sollen die Gelegenheit haben, Erfahrungen von Selbstwirksamkeit zu machen und diese zu trainieren und auszubauen.
Sie sollen lernen, dass manche Aufgaben nur zusammen im Team lösbar sind, und erleben, dass Eigeninitiative,
mutige Entscheidungen und Ausdauer sich lohnen. Jugendliche sollen zu kompetenten Gestaltern ihres eigenen Lebens und der Gesellschaft werden.
traumhaus e.V. will Jugendliche begleiten und Hilfestellung auf dem Weg in die erwachsene Selbständigkeit sein.
traumhaus e.V. ermöglicht einen geschützten Rahmen von Annahme und Willkommen–sein, von „ich darf so sein,
wie ich bin“, einen Ort, wo Jugendliche sich heimisch fühlen und entfalten dürfen.
Junge Menschen sollen auch die Möglichkeit haben, sich mit der Frage nach Gott und einer persönlichen Beziehung zu ihm auseinandersetzen
zu dürfen. Es soll Raum sein, sich eigenständig, freiwillig und auf persönliche Art diesem Thema nähern zu können.
Jugendliche sind herzlich eingeladen, auch bei „traumhaus-Community“ vorbeizuschauen. Die „traumhaus-Community“ ist
das tragende Kernstück von traumhaus e.V., eine Gemeinschaft von Freunden. Sie versteht sich als ökumenische Gemeinschaft.
Die Werte und gleichzeitigen Herausforderungen, die das Zusammensein und die Arbeit bestimmen, basieren auf den Grundlagen des christlichen Menschenbildes:
Jeder Mensch ist einzigartig und von Gott geliebt. Jeder Mensch hat ein Recht auf ein sinnerfülltes Leben.
Daraus resultieren folgende Handlungsmaxime:
- den anderen höher zu achten als sich selbst
- sich gegenseitig zu tragen und tragen zu helfen
-„Gott und den Nächsten“ zu lieben, wie sich selbst
Die „traumhaus-Community“ ist eine von verschiedenen Formen bei traumhaus e.V. Beziehungsfähigkeit zu trainieren,
Verantwortlichkeit für sich, füreinander, und gegenseitigen Respekt bei aller Unterschiedlichkeit zu erlernen.
Hier wird Jesus Christus Thema und persönliche Fragestellungen rund um den christlichen Glauben diskutiert.
Junge Leute sollen ihren Glauben in ihrem Stil, in Ausdrucksformen ihrer Kultur gemäß gestalten und übersetzen dürfen.
Er ist aktuell, gesellschaftlich relevant, und nicht so einfach wegzudenken.
4. Methodik
traumhaus e.V. arbeitet beziehungsorientiert.
traumhaus e.V. arbeitet aufgrund der beruflichen sozialpädagogischen und therapeutischen Qualifikation der Verantwortlichen mit den Methoden
des sozialpädagogischen Handlungsspektrums – Gruppenarbeit, Projektarbeit und Einzelfallhilfe auf dem Hintergrund von Ressourcenorientierung
und Empowerment (Strategien zur Erhöhung der Potentiale und persönlichen Selbstbestimmung).
Netzwerkarbeit ist von traumhaus e.V. nicht mehr wegzudenken.
Gruppenarbeit:
Kontinuierliche Gruppenangebote sind themenzentriert oder geschlechtsspezifisch angelegt.
Ferienfreizeiten und Wochenendfreizeiten haben sich in der Vergangenheit als sehr beziehungs- und kreativitätsfördernd erwiesen.
Das Angebot soll zukünftig - soweit möglich - erweitert werden.
Projektarbeit:
Ein Grundprinzip der Arbeit bei traumhaus e.V. ist Partizipation. Jugendliche werden aktiv beteiligt bei Planung und Durchführung von Projekten,
Entwicklung von Workshops und Events. traumhaus e.V. schafft Raum zum Experimentieren und sich Ausprobieren. Jugendliche werden ermutigt und herausgefordert,
ihr Können nicht nur weiterzuentwickeln und zu präsentieren, sondern auch andere darin anzuleiten.
traumhaus e.V. trainiert Jugendliche, Jugendliche zu trainieren.
Einzelfallhilfe:
Ziel ist es, mit Jugendlichen auf dem Hintergrund ihrer Biographie und Lebenswelt ein eigenes Lebenskonzept zu erarbeiten und sie darin zu unterstützen,
dieses selbständig und dauerhaft umzusetzen. Ziel ist ein Leben mit Hoffnung und Perspektive, mit Selbstvertrauen und Mut,
den eigenen Traum ernst zu nehmen und zu leben. Jugendliche müssen sich schon häufig in jungen Jahren mit existentiellen Problemen
in der Lebensbewältigung und Lebensplanung auseinandersetzen.
traumhaus e.V. bietet Unterstützung durch Beratung und Begleitung auf diesem Weg. traumhaus e.V. begleitet bei schulischen und familiären Problemen,
Hausaufgaben, beim Umgang mit Behörden, Entwicklung von Berufsperspektiven, etc.
Um möglichst effektiv auf individuelle Bedürfnisse der Jugendlichen eingehen zu können, legt traumhaus e.V. Wert auf den Kontakt zu
den jeweiligen Erziehungs-berechtigten.
Netzwerkarbeit
traumhaus e.V. ist Teil der Jugendkulturarbeit in Taunusstein und der umgebenden Region. Als solcher entwickelt der Verein ein sichtbares,
anfassbar beziehungs-orientiertes Netzwerk von jungen kreativen Köpfen, Gruppen, Institutionen, und ähnlich ausgerichteten Initiativen, regional,
sowie im In- und Ausland.
traumhaus e.V. liegt ebenfalls die Förderung einer gesunden und inspirierenden Zusammenarbeit zwischen den Generationen, besonders auch zwischen der
jungen- und der „Großeltern-Generation“ am Herzen. Erfahrungsgemäß schließen sich Groß-eltern und Enkel gerne zusammen,
was ein Potential von Ermutigung, Beheimatung und die Atmosphäre von Sicherheit und „Zuhause“ freisetzen kann.
Vor dem Hintergrund der ökumenischen Ausrichtung von traumhaus e.V. ist ebenso die freundschaftliche Zusammenarbeit und Vernetzung mit anderen
christlichen Organisationen und Kirchengemeinden vor Ort, wie auch im In- und Ausland von großer Bedeutung, hinsichtlich gegenseitiger
Unterstützung und Inspiration.
5. Beispielhaft bisherige Aktivitäten
Jährliches mehrtägiges Jugendkultur-Festival „Sommerloch“ (bisher 2006/07) in Taunusstein mit europäischer Beteiligung:
Konzerte, Begegnung und Workshopangebote aus den Bereichen Sport, Kunst, Beruf, Musik
Beispiele für Workshops unabhängig von „Sommerloch“
- „Sommer-Art-Session“ – Kunst auf großen Flächen
- Beteiligung an der Taunussteiner Kultur-Stiftungsidee „Taunusstein ist Kult“
- Berufsfindungskurse „Keiner ist wie ich“
- „Sehen Lernen“ – Fotographie und Verfremdung
- Improvisations-Theater
- HipHop-Tanz
- Seminare rund um Adipositas, Anorexie und Bulimie
Diverse Konzerte
Ferien- oder Wochenendfreizeiten
- Skifreizeit
- Mädchenfreizeit
- Survival -Camp
- 1x jährlich Fahrt zum SLOT-Art-Festival (Polen)
Regelmäßige Gruppen- und Einzelangebote
- Koch-Kurse (monatlich)
- Hausaufgaben-Betreuung (wöchentlich)
- Kino-Abende (monatlich)
- Mädchengruppe (monatlich)
- Treffen von traumhaus-Community (wöchentlich)
- Gitarrenunterricht (wöchentlich)
Projekte
- Ausbildung zum Theaterpädagogen (ab Nov. 2007 monatlich über 1 ½ Jahre)in
- Das „Helfen-Lern-Projekt“Mozambique (Einmonatiger sozialer Arbeitseinsatz in einem Babyhaus in Matola ab 2008 Auseinandersetzung mit der
Armut- und Aidsproblematik in Afrika)
- Jugend-Tanzprojekt in Zusammenarbeit mit dem Tanzclub Erato Taunusstein
6. Pläne
Ein lebendiges, dynamisches Zentrum für die traumhaus - Jugendkultur
traumhaus e.V. möchte ein Zentrum für Jugendkulturarbeit in der Region Taunusstein entwickeln. So ist die Einrichtung eines zweckmäßigen
Kreativgeländes und -gebäudes angestrebt, damit Jugendliche das, was sie mit traumhaus verbinden nicht immer an unterschiedlichen Orten in der Stadt
suchen müssen, sondern eine feste Anlaufstelle haben für Training, Workshops, Events, Schulung und Beratung, oder einfach einen Ort, wo sie sich
ungestört betätigen können, ohne „Überschallbeschwerden“ und „Druckwellenalarm“.
Elterntraining
Geplant sind nicht nur Angebote für Jugendliche selbst, sondern auch zur Unterstützung von Eltern, für Zeiten,
in denen Kommunikation zwischen Eltern und Kindern zu bröckeln droht oder schon abgebrochen ist, Eltern den Zugang nur noch schwer finden und manchmal
mit großem Fragezeichen auf der Stirn vor ihnen stehen. Die Familie und die häuslichen sozialen Bindungen und Primärbeziehungen sind der
wichtigste Ort für gesunde Entwicklung und soll von traumhaus e.V. nicht nur wie bisher durch Beratung, sondern auch durch Trainingsangebote
unterstützt werden.
Betreuung
Durch Maßnahmen der Erziehungshilfe will traumhaus e.V. Jugendliche, die in Orientierungslosigkeit aufwachsen mussten und keine Unterstützung
durch die Familie oder die Schule erfahren haben, begleiten und fördern. Sie sollen durch Stärkung ihrer Persönlichkeit und ihrer
Fähigkeiten zu einer eigenständigen Lebensführung befähigt werden. „Gesunde Beziehungen“ sollen erfahrbar gemacht,
und mit dem Jugendlichen die Möglichkeit entwickelt werden, dort hineinzuwachsen. Bewäl-tigungsstrategien, soziale- und interkulturelle Kompetenzen
sollen zusammen erar-beitet und gestärkt werden, ein erweitertes Handlungsspektrum in Krisen und Stress-situationen vermittelt werden.
Längerfristig ist das Konzept eines Betreuten Wohnens und soziales Alltags- und Lebenstraining in Taunusstein geplant.
7. Finanzierung
Traumhaus e.V. ist als gemeinnützig anerkannter Verein spendenberechtigt.
Die Fundraising- Arbeit und der Aufbau von sozialem Sponsoring ist in Entwicklung. Bisher wurden dadurch punktuell spezielle Veranstaltungen,
Workshops oder Projekte unterstützt. Die Ermöglichung und Finanzierung der Aktivitäten von traumhaus e.V. liegt allerdings zur Zeit zu 90%
in den Händen privater Spenden und ehrenamtlicher Unterstützung. Bisher war noch keine Finanzierung von regelmäßigen Gehältern
notwendig, erscheint aber für die Zukunft erforderlich. traumhaus e.V. fördert den Gedanken von Ehrenamt und freiwilligem Engagement zum Wohle der
jungen Generation.
Sich leben lassen und gelebt werden - das kann jeder.
traumhaus e.V. will junge Menschen herausfordern, ermutigen und begeistern,
Leben nicht nur einfach anderen zu überlassen…
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